24. November 2020

Pfarre Stockerau

Von Gottes Geist bewegt gemeinsam das Leben gestalten

Ezechiel 18

Ezechiel 18: Es zählt, was Du heute tust.

Gott weiß, dass Menschen, die lange Zeit gerecht gelebt haben, auf die schiefe Bahn geraten können. Aufgrund eines Schicksalsschlags, aufgrund der Erfahrung, das es die anderen auch nicht anders machen und es scheinbar keine Gerechtigkeit gibt. Dann braucht es jemanden wie Ezechiel 18, jemanden der uns in Erinnerung ruft, dass ein anderes Leben möglich ist.

Sind unsere Eltern, sind unsere Vorfahren für unser Schicksal verantwortlich. Ezechiel 18 widerspricht dem eindeutig. Jeder Mensch ist für sich allein verantwortlich, jeden Tag neu – Predigt 2020

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Einer meiner Chefs hat oft gesagt:

Tu Gutes und sprich darüber – und wenn du zweiteres lang genug getan hast, kannst du mit ersterem aufhören.

Seien wir uns ehrlich: Gutes zu tun ist anstrengend. Beständig Gutes zu tun ist nicht nur sehr anstrengend, sondern mitunter heldenhaft. Ich möchte an den Anfang eine kurze Definition setzen:

Wer ist ein Vorbild für Dich?

Ein Vorbild ist jemand, der Gutes nicht nur gelegentlich, sondern beständig tut.

Jede gute Tat hat ihren Wert. Während wir hin und wieder etwas für die Armen tun, zeichnet sich ein Vorbild dadurch aus, dass er (oder sie) beständig etwas Gutes für die Armen gegeben hat. Das war es auch, was das Wort tugendhaft früher gemeint hat (damals als tugenhaft noch nicht nach alter Jungfer geklungen hat).

Und auch einen erfolgreichen Sportler zeichnet aus, das er beständig trainiert hat und nicht nur hin und wieder. Aber ein Sportler kann, wenn er zum Beispiel einen Sieg in einem wichtigen Wettkampf erzielt hat, unbeständig werden. Niemand kann ihm den Sieg wegnehmen, auch wenn er jetzt einen großen Bierbauch hat und schon nach 100m außer Atem wäre.

Auf unserem Glaubensweg ist es anders, da geht es um den langen Atem. Die Lesung aus dem Buch Ezechiel hält uns vor Augen, dass vor Gott vergangene Leistungen nicht zählen – auf das, was wir heute tun, kommt es an. Zugleich ist das eine Frohbotschaft, weil wir jeden Tag umkehren können. Jeden Tag können wir von der Vergangenheit abwenden und heute neu das Gute tun .

Ich beichten – wozu?

Wenn Du das probierst, und doch immer wieder scheiterst, kann es sein, dass Du Dich – für Dich selbst – stärker von dem Vergangenem abwenden musst. Da kann eine Beichte hilfreich sein. Du glaubst dem Wort Gottes und als Zeichen der Umkehr wendest Du Dich im Rahmen der Beichte von der Vergangenheit ab und lässt Dir durch den Priester die Vergebung, den Neubeginn zusprechen. Ob es Zeit für eine Beichte ist oder nicht, weißt Du in Deinem Inneren.

Ezechiel 18 weist den Weg

Jeder Mensch ist für sich selbst verantwortlich, denn jeder Mensch kann wählen. Und wenn auch die Sünde den Menschen hinabzieht so kann er doch umkehren und sich zu Gott und seinen Wegen bekehren. Das hören wir zum Beispiel im 18. Kapitel des Buches Ezechiel (Ezechiel 18, Ez 18). Gott weiß, das die Wege des Menschen oft nicht geradlinig verlaufen.

Gott weiß, dass Menschen, die lange Zeit gerecht gelebt haben, auf die schiefe Bahn geraten können. Aufgrund eines Schicksalsschlags, aufgrund der Erfahrung, das es die anderen auch nicht anders machen und es scheinbar keine Gerechtigkeit gibt. Dann braucht es jemanden wie Ezechiel 18, jemanden der uns in Erinnerung ruft, dass ein anderes Leben möglich ist. Gott hat Menschen dazu bestimmt, ihre Mitmenschen darauf aufmerksam zu machen, dass sie auf einem Weg sind, der nicht zum Leben sondern in den Abgrund führt. Ezechiel war so ein Mensch, Johannes der Täufer ist so ein Mensch.

Wer hilft Dir dabei?

Wen haben wir in unserem Leben, der uns daran erinnert, dass wir an dem vorbei leben, wie Gott es sich für uns wünscht. Brauchst Du so jemanden? Oder genügen die Texte des Sonntags dazu, Dich daran zu erinnern, dass Du heute ganz neu „Ja“ sagen kannst zu Gott. Das wünsch ich uns – denn es zählt, was Du heute tust.

Schau Dir das Video an, wenn Du mehr über Ezechiel 18 erfahren möchtest. Spoiler Alert: Es geht darum, dass Gott selbst ein Sprichwort widerlegt!

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